Entwicklung seit 1995
Wie sich Einnahmen, Ausgaben und Schulden des Staates seit 1995 entwickelt haben – frei wählbar nach Art und Aufgabe, mit den Amtszeiten der Regierungen im Hintergrund.
Bis zu 6 Reihen, auch aus verschiedenen Bereichen.
Oben die gewählten Reihen, darunter der Saldo (unter null: Defizit). Hintergrund: Amtszeiten der Regierungen, beschriftet mit dem Namen der Bundeskanzlerin bzw. des Bundeskanzlers.
Was die gewählten Reihen enthalten
- Einnahmen insgesamt
- Gesamteinnahmen des Staates (ESVG TR): Steuern, Sozialbeiträge, Verkäufe, Zinsen und übrige Einnahmen.
- Ausgaben insgesamt
- Gesamtausgaben des Staates (ESVG TE) – Bund, Länder, Gemeinden und Sozialversicherung, ohne Zahlungen untereinander.
- Schuldenstand (Jahresende)
- Bruttoschuldenstand des Staates nach Maastricht am 31. Dezember (Eurostat GD): ein Bestand, keine Summe über das Jahr. Er ändert sich mit dem Defizit, aber auch durch Geschäfte, die im Defizit nicht vorkommen.
Werte als Tabellein % des BIP
| Jahr | Einnahmen insgesamt | Ausgaben insgesamt | Schuldenstand (Jahresende) | Saldo | Regierung |
|---|---|---|---|---|---|
| 1995 | 49,9 % | 56,0 % | 68,6 % | -6,2 % | Vranitzky IV |
| 1996 | 51,4 % | 56,0 % | 68,6 % | -4,6 % | Vranitzky IV, Vranitzky V |
| 1997 | 50,1 % | 52,7 % | 63,9 % | -2,6 % | Vranitzky V, Klima |
| 1998 | 49,9 % | 52,7 % | 64,4 % | -2,8 % | Klima |
| 1999 | 49,8 % | 52,4 % | 67,1 % | -2,6 % | Klima |
| 2000 | 49,0 % | 51,5 % | 66,6 % | -2,4 % | Klima, Schüssel I |
| 2001 | 51,1 % | 51,8 % | 67,2 % | -0,7 % | Schüssel I |
| 2002 | 50,2 % | 51,6 % | 67,4 % | -1,4 % | Schüssel I |
| 2003 | 49,9 % | 51,8 % | 66,4 % | -1,8 % | Schüssel I, Schüssel II |
| 2004 | 49,4 % | 54,3 % | 65,9 % | -4,9 % | Schüssel II |
| 2005 | 49,1 % | 51,7 % | 69,4 % | -2,6 % | Schüssel II |
| 2006 | 48,3 % | 50,9 % | 68,2 % | -2,6 % | Schüssel II |
| 2007 | 48,4 % | 49,7 % | 65,8 % | -1,4 % | Schüssel II, Gusenbauer |
| 2008 | 48,8 % | 50,4 % | 69,5 % | -1,6 % | Gusenbauer, Faymann I |
| 2009 | 49,2 % | 54,6 % | 80,8 % | -5,4 % | Faymann I |
| 2010 | 48,9 % | 53,4 % | 83,7 % | -4,5 % | Faymann I |
| 2011 | 48,9 % | 51,3 % | 83,4 % | -2,5 % | Faymann I |
| 2012 | 49,6 % | 51,8 % | 82,9 % | -2,2 % | Faymann I |
| 2013 | 50,4 % | 52,4 % | 82,4 % | -2,0 % | Faymann I, Faymann II |
| 2014 | 50,5 % | 52,4 % | 85,2 % | -1,9 % | Faymann II |
| 2015 | 50,7 % | 51,2 % | 85,6 % | -0,5 % | Faymann II |
| 2016 | 49,2 % | 50,6 % | 83,4 % | -1,5 % | Faymann II, Kern |
| 2017 | 49,1 % | 49,8 % | 79,1 % | -0,8 % | Kern, Kurz I |
| 2018 | 49,4 % | 49,2 % | 74,6 % | 0,2 % | Kurz I |
| 2019 | 49,6 % | 49,1 % | 71,0 % | 0,5 % | Kurz I, Bierlein |
| 2020 | 49,1 % | 57,3 % | 83,2 % | -8,2 % | Bierlein, Kurz II |
| 2021 | 50,3 % | 56,0 % | 82,4 % | -5,7 % | Kurz II, Schallenberg, Nehammer |
| 2022 | 49,6 % | 53,0 % | 78,1 % | -3,4 % | Nehammer |
| 2023 | 49,5 % | 52,1 % | 77,4 % | -2,6 % | Nehammer |
| 2024 | 50,1 % | 54,6 % | 79,0 % | -4,6 % | Nehammer |
| 2025 | 50,4 % | 54,6 % | 80,7 % | -4,1 % | Nehammer, Einstweilige Regierung Schallenberg, Stocker |
So ist die Grafik zu lesen
In % des BIP zeigt jeden Betrag als Anteil an der Wirtschaftsleistung desselben Jahres – so lassen sich Jahre vergleichen, auch wenn Preise und Wirtschaft wachsen. In Euro zeigt die Beträge selbst (unter 1 Mrd. € in Mio. €), ohne Inflationsbereinigung; bis 1998 waren es Schilling, Eurostat hat sie zum festen Kurs in Euro umgerechnet.
Regierungen und Jahre: Die Werte gelten für ganze Kalenderjahre. Wechselt die Regierung mitten im Jahr, nennt die Einblendung beide. Das Budget eines Jahres wird meist im Jahr davor beschlossen, und Gesetze wirken oft erst Jahre später.
Zusammenhänge: Einnahmen und Ausgaben hängen stark von der Wirtschaftslage, von Preisen, Zinsen und Beschäftigung ab. Wenn eine Linie mit einem Regierungswechsel steigt oder fällt, ist das ein Hinweis, kein Beweis für eine Ursache. Welche Steuergesetze beschlossen wurden und was sie laut Schätzung bewirken sollten, steht unter Regierungen.
Jüngste Jahre: Statistik Austria überarbeitet die Werte der letzten Jahre noch, bei den Veröffentlichungen Ende März und Ende September (Revisionen). Die letzten Punkte der Linien können sich daher noch verschieben.
Schuldenstand ist ein Bestand am 31. Dezember, keine Summe über das Jahr wie die übrigen Reihen. Er wächst mit dem Defizit, ändert sich aber auch durch Geschäfte, die im Defizit nicht vorkommen – etwa Kredite des Staates oder Beteiligungen (mehr dazu). Den laufenden Stand je Quartal zeigt der Schuldenzähler auf der Übersicht.
Nach Aufgabe und nach Art sind zwei Einteilungen derselben Ausgaben – etwa Gesundheitswesen (Aufgabe) und Personal (Art) überschneiden sich, ihre Werte dürfen nicht addiert werden. Mehr unter Methodik.
Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung Dieselbe Zahlenwelt wie die Übersicht – Bund, Länder, Gemeinden und Sozialversicherung zusammen; nicht mit dem Bundeshaushalt (Kassendaten) vergleichen.
Quelle: Eurostat · Statistik Austria · Bundeskanzleramt · Details
Einnahmen, Ausgaben, Saldo und Ausgaben nach Art: Eurostat, gov_10a_main (Stand 21.10.2026); Steuern und Sozialbeiträge: Eurostat, gov_10a_taxag; Aufgabenbereiche: Eurostat, gov_10a_exp, für die jüngsten Jahre Statistik Austria (Staatsausgaben nach Aufgabenbereichen); Schuldenstand am Jahresende: Eurostat, gov_10dd_edpt1; BIP: Eurostat, nama_10_gdp – amtliche Werte in Landeswährung (ab 1999 Euro). Anteil am BIP berechnet (Betrag ÷ BIP × 100), ebenso Reihen mit Abzügen (z. B. „Übrige …“). Amtszeiten: Bundeskanzleramt, Regierungen seit 1945 (ab Regierung Vranitzky IV).
Bei jedem Datenupdate geprüft: Die Arten ergeben die Gesamteinnahmen und -ausgaben, Einnahmen minus Ausgaben den Saldo, die Aufgabenbereiche die Gesamtausgaben; alle Arten stimmen in jedem Jahr mit der Tabelle von Statistik Austria überein, beim Wechsel der Quelle der Aufgabenbereiche haben beide Quellen dieselben Werte, und der Schuldenstand am Jahresende ist derselbe wie im 4. Quartal des Schuldenzählers (dort gegen die Oesterreichische Nationalbank geprüft). Alle Abrufe und Prüfungen unter Quellen & Prüfungen.