Regierung Vranitzky IV
29.11.1994 – 12.03.1996
Bundeskanzler: Franz Vranitzky (SPÖ)
Zusammensetzung laut Bundeskanzleramt: Bundeskanzler Franz Vranitzky (SPÖ), Vizekanzler Erhard Busek (ÖVP) bis 4. Mai 1995, ab 4. Mai 1995 Wolfgang Schüssel (ÖVP), 3 Ministerinnen und 5 Minister SPÖ, 3 Ministerinnen und 4 Minister ÖVP, ein Minister parteilos, 1 Staatssekretärin und 1 Staatssekretär SPÖ, 1 Staatssekretärin und 2 Staatssekretäre ÖVP
Entlastet und belastet – Schätzung der Regierung
Schätzung Aus der Folgenabschätzung (WFA) der Regierungsvorlagen, vor dem Beschluss geschätzt, erste fünf Jahre – kein Ergebnis. „Entlastet“: Der Staat nimmt laut Schätzung weniger ein, „belastet“: mehr. Wie gerechnet wird
Was die Schätzung nicht enthält
Änderungen im Nationalrat sind darin nicht enthalten. Anträge von Abgeordneten haben keine WFA, Regierungsvorlagen erst ab 2013. Die WFA legt das zuständige Ministerium jeder Regierungsvorlage bei.
Für diese Amtszeit gibt es keine Schätzungen: Die WFA ist erst seit 2013 vorgeschrieben.
Am häufigsten geändert
- Erdöl-SAG: 2 Beschlüsse
- EStG 1988: 2 Beschlüsse
- KfzStG 1992: 2 Beschlüsse
- StraBAG: 2 Beschlüsse
- UStG 1994: 2 Beschlüsse
- Begleitmaßnahmen zum Umsatzsteuergesetz: 1 Beschluss
Neu erlassen und aufgehoben
- Neu: Begleitmaßnahmen zum Umsatzsteuergesetz – mit Einkommenssteuergesetz 1988, Umgründungssteuergesetz, Umsatzsteuergesetz 1994 u.a. (16.12.1994)
- Aufgehoben: Einbringung der Konkurrenzbeiträge – mit Exekutionsordnungs-Novelle 1995 - EO-Nov. 1995 (12.07.1995)
„Aufgehoben“ laut RIS: Das Gesetz ist durch diesen Beschluss außer Kraft getreten (auch formale Bereinigungen alter Gesetze).
Alle Beschlüsse
Datum der dritten Lesung im Nationalrat. Der Titel führt zur Seite des Parlaments mit Gesetzestext, Erläuterungen und Abstimmung.
| Beschlossen | Gesetzesbeschluss | Steuergesetze | Abstimmung im Nationalrat | Budgetwirkung (Schätzung) |
|---|---|---|---|---|
| 16.12.1994 | Einkommenssteuergesetz 1988, Umgründungssteuergesetz, Umsatzsteuergesetz 1994 u.a.Regierungsvorlage · 26 d.B. · BGBl. Nr. 21/1995 | Begleitmaßnahmen zum Umsatzsteuergesetz neu, Erdöl-SAG, EStG 1988, KfzStG 1992, KStG 1988, KVG, NoVAG 1991, StraBAG, UmgrStG, UStG 1994, VersStG 1953 | Dafür: SPÖ, ÖVP, GrüneDagegen: FPÖ, Liberales Forum | vor 2013 (keine WFA) |
| 08.02.1995 | Außenhandelsgesetz 1995 und Gebührengesetz 1957Regierungsvorlage · 42 d.B. · BGBl. Nr. 172/1995 | GebG | Dafür: SPÖ, ÖVP, FPÖ, Liberales ForumDagegen: Grüne | vor 2013 (keine WFA) |
| 05.04.1995 | StrukturanpassungsgesetzRegierungsvorlage · 134 d.B. · BGBl. Nr. 297/1995 | Erdöl-SAG, EStG 1988, Mineralölsteuergesetz 1995 | Dafür: SPÖ, ÖVPDagegen: FPÖ, Grüne, Liberales Forum | vor 2013 (keine WFA) |
| 12.07.1995 | Kraftfahrzeugsteuergesetz 1992 (SPÖ, ÖVP)Antrag (SPÖ, ÖVP) · 264/A · BGBl. Nr. 503/1995 | KfzStG 1992 | Dafür: SPÖ, ÖVP, FPÖDagegen: Grüne, Liberales Forum | keine WFA (Antrag) |
| 12.07.1995 | Exekutionsordnungs-Novelle 1995 - EO-Nov. 1995Regierungsvorlage · 195 d.B. · BGBl. Nr. 519/1995 | Einbringung der Konkurrenzbeiträge aufgehoben | Dafür: SPÖ, ÖVP, Liberales ForumDagegen: FPÖ, Grüne | vor 2013 (keine WFA) |
| 15.11.1995 | Straßenbenützungsabgabegesetz und Umsatzsteuergesetz 1994Regierungsvorlage · 370 d.B. · BGBl. Nr. 831/1995 | StraBAG, UStG 1994 | Einstimmigdafür: SPÖ, ÖVP, FPÖ, Grüne, Liberales Forum | vor 2013 (keine WFA) |
Steuern und Sozialbeiträge in der Amtszeit
Jahreswerte des Staates insgesamt. Regierungen wechseln oft unterjährig – ein Jahr kann daher zu zwei Regierungen gehören. Das Aufkommen hängt auch von Konjunktur, Inflation und Beschäftigung ab; die Zahlen zeigen nicht, was die Gesetze dieser Regierung bewirkt haben. Alle Jahre im Diagramm
| Jahr | Steuern und Sozialbeiträge | in % des BIP | Produktions- und Importabgaben | Einkommen- und Vermögensteuern | Vermögenswirksame Steuern | Sozialbeiträge |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 1995 | 75,5 Mrd. € | 42,9 % | 14,6 % | 12,0 % | 0,0 % | 16,2 % |
| 1996 | 80,6 Mrd. € | 44,4 % | 15,0 % | 13,0 % | 0,0 % | 16,4 % |
Eurostat, gov_10a_taxag (Staat insgesamt), Stand 28.10.2026. Teile in % des BIP. Bis 1998 Schilling, von Eurostat zum festen Kurs in Euro umgerechnet. Die jüngsten Jahre können sich noch ändern (Revisionen). Jede Steuer einzeln: Steuern. Abgezogen wird „Beträge, deren Einziehung unwahrscheinlich ist“ – laut Quelle in allen Jahren 0.